Ein Ort, viele Möglichkeiten und noch mehr Touristen

Wald, Wiesen, Kühe, Blumen und Berge wohin man sieht, vor allem aber Menschen,…


Riezlern. Auf 1086 Meter Höhe wohnen circa 2500 Einwohner in einem durch Tourismus geprägten typisch österreichischen Dorf. Die vorangehenden Probleme bei der Buchung der Zimmer und die guten Wetterprognosen hatten bereits erahnen lassen, dass der Andrang groß sein würde. Dass aber weitaus mehr Touristen als Kühe und Einwohner zusammen vor Ort anzutreffen sein würden, hatte ich nicht erwartet.

Die Radtour, die keine war.

Eigentlicher Grund für die Anreise war die Aussicht auf eine Radtour mit Anspruch und atemberaubendem Landschaftspanorama. Geplant war die Anmietung eines entsprechend hochwertigen Rades vor Ort, wie man es sonst nur auf einer EuroBike Messe zu sehen bekommt, und natürlich die Befahrung der diversen Trails auf dem Berg. Einen Vorteil stellte der schon im Preis der Unterkunft enthaltene Liftfahrschein dar. Soweit, so gut.

ABER von wegen!! 

Online wird mit keinem Wort erwähnt, dass die Lifte für die Radfahrer nur zwischen 9 und 10 Uhr und nur mit Guide zur Verfügung stehen. Der Guide möchte natürlich auch bezahlt werden, und zwar mit stattlichen 120 Euro. Alternativ gibt es zwar zwei kleinere Schlepplifte, jedoch fahren die nur bis auf ein paar Meter den Berg hinauf. Nachdem dann auch noch das Fahrradgeschäft im Ort kein Fully zum Verleih anbieten konnte, das für meine Körpergröße von 1,89 Metern geeignet gewesen wäre, haben wir uns gegen die geplante Radtour entschieden und stattdessen eine Wanderung ausgehend von der Kanzelwand unternommen. (weiter lesen).

Im Schatten der Kanzelwand

Nach dem frustrierenden Start ließ sich der Samstag mit strahlendem Sonnenschein, 28 Grad inklusive Sonnenbrand und einem gelungenen Tagesabschluss mit gutem Abendessen doch noch als Erfolg verbuchen. Für Sonntag war der Zweilaender-Klettersteig an der Kanzelwand geplant.  Zwei Jungs, ein Berg… (weiter lesen)

Letztes Ziel für die Reise, Breitachklamm

Abschließend, da auf dem Heimweg gelegen, statteten wir der Breitachklamm noch einen kurzen Besuch ab (weiter lesen).

Rückblick

Alles in allem war es, auch wenn die Zeichen zu Beginn anders standen, ein sehr gelungenes Wochenende mit tollem Wetter und wunderschöner Landschaft. Leider gab es auch ein paar Kritikpunkte, die in diesem Artikel nicht unerwähnt bleiben sollen.

Motivation für die Reise war die geplante Bergtour mit dem Fahrrad, mit dem Lift hoch, den Trail hinunter. Enttäuschend ist, dass man dann erst vor Ort über die doch recht einschneidenden Einschränkungen informiert wird, zumal die veraltete Onlineinformation für den Trail stark irreführend ist. Ein weiterer Minuspunkt ist der immense Ansturm von Touristen. Was für die Bewohner des Ortes Riezlern sehr einträglich ist, kann dem ruhesuchenden, naturverbundenen Reisenden schnell sauer aufstoßen. Die Erschließung der Landschaft für den Tourismus raubt ihr  viel ihres wilden Charmes und lässt die Schönheit der Natur zurücktreten hinter Einrichtungen, die der Bequemlichkeit des durchschnittlichen Urlaubers geschuldet sind. Zudem überlastet der Ansturm auf die Lifte die Kapazitäten der Talstation oft völlig. Früh aufstehen ist hier Pflicht, um noch vor 10 Uhr den Lift nutzen zu können, denn danach wird es voll. Auch im Gebiet rund um die Kanzelwand und den Liftausstieg konnte man die Menschenmassen als störend empfinden. Erst abseits der großen Wanderwege trifft man wieder mehr Kühe als Menschen an. Generell gilt: je weniger Komfort und je schwieriger der Wanderweg, desto mehr Ruhe ist einem vergönnt.

Filed under: 2015, Aktivität, Allgemein

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